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23.07.2017

PDT Forschung: Neue Perspektiven

Die Forschung beim Einsatz von PDT schafft bei immer mehr Krebsarten neue Möglichkeiten der Behandlung. Infolge des Einsatzes von Lasern in Kombination mit Lichtleitfasern lassen sich mittlerweile auch Tumoren an endoskopisch zugä...

PDT im Lichtjahr 2015

Die UNESCO hat 2015 zum Internationalen Jahr des Lichts erklärt. Die Vereinten Nationen wollen damit die hohe Relevanz lichtbasierter Technologien für unser modernes Leben verdeutlichen. Licht biete faszinierende Lösungen für globale Herausford...

Unterschätzt: Kopf-Halskrebs

Vom 22. bis 26.9.2014 wird die deutschlandweite "Awareness week" der Europeen Head and Neck Society (EHNS) zu Kopf-Hals-Tumoren die Sensibilität für das Thema Krebs im sensiblen Bereich zwischen Hals, Nase und Ohren erhö...

Freie Fahrt für PDT

Der Urologe Dr. med. Jürgen Arnhold, Kronberg, sieht in der modernen Photodynamischen Therapie (PDT)  einen vielversprechenden Behandlungsansatz bei verschiedenen  Krebserkrankungen. Dabei setzt er auf Photosensitizer aus na...

Fantastisch präzise: PDD

Die Medizin verfügt heute über zahlreichte Methoden, Krebserkrankungen zu diagnostizieren. Bildgebende Verfahren, Endoskopie sowie Laboruntersuchungen reichen jedoch nicht aus, um die Ausbreitung von Tumorzellen im Körper zu beurtei...

Sie haben Krebs! Wirklich?

Viele Patienten, die von ihrem Arzt hören, dass sie Krebs haben, fühlen sich in der Falle. Sprachlosigkeit, Erschrecken, nicht selten Panik. Der Arzt beruhigt. Oft befindet sich der Tumor in einem ungefährlichen Stadium. Bei...

Einfach. Genial: PDT-Pflaster

  Wie therapiert man Weißen Hautkrebs im sensiblen Bereich des Gesichts? „Neuerdings mit einem Pflaster“, sagt Prof. Dr. Uwe Reinhold, Bonn.  Das erste selbstklebende PDT-Pflaster enthält den Wirkstoff 5-Aminol...

Lieber Michael Douglas

Sie sind seit 2011 ohne neuen Krebsbefund: das freut uns. Wie der Kehlkopfkrebs wohl entstanden sei, wollte jetzt ein britischer Journalist von Ihnen wissen. Ob denn Ihre wilden Jahre den Kehlkopfkrebs ausgelöst hätten: Drogen, R...

Karies, Parodontose, Krebs

„Bitte mal öffnen!“, sagen Zahnärztin oder Zahnarzt. Ihr geschulter Blick erkennt nicht nur Karies und Parodontose an den Zähnen, sondern auch krankhafte Zellwucherungen in Mundhöhle und Rachen. Und da ist dann z...

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PDT Forschung: Neue Perspektiven


Analyse im LaborDie Forschung beim Einsatz von PDT schafft bei immer mehr Krebsarten neue Möglichkeiten der Behandlung. Infolge des Einsatzes von Lasern in Kombination mit Lichtleitfasern lassen sich mittlerweile auch Tumoren an endoskopisch zugänglichen körperinneren Oberflächen behandeln.

Die Behandlung des Gallengang-Karzinoms mittels der Photodynamischen Therapie wird mittlerweile flächendeckend in Deutschland in Oldenburg, Berlin, Hannover, Bochum/Herne, Bonn, Nürnberg, Augsburg, Saarbrücken, Siegen und München angeboten.

Dass das Anwendungsfeld für die PDT in den vergangenen Jahren stetig größer geworden ist, ist vor allem auch Entwicklungen von Photosensitizern  bei Krebs im Kopf- und Halsbereich und der intensiven Forschung in der letzten Zeit zu verdanken.

So arbeitet zum Beispiel ein Chemiker-Team der Universität Zürich daran, die PDT zu verbessern, indem die Forscher neue Wirkstoffe nutzen, die ohne Sauerstoff arbeiten. Die Wirkstoffmoleküle der Schweizer sind Komplexe aus den Metallen Rhenium und Ruthenium. Diese sind in der Krebstherapie als sehr wirkungsvoll bekannt, konnten aber bislang nicht gezielt eingesetzt werden. Deshalb haben die Forscher einen chemischen Käfig entwickelt. Dieser Käfig verhindert, dass die Wirkstoffe auf ihrem Weg durch den Körper gesunde Zellen in Mitleidenschaft ziehen. Biomoleküle übernehmen den Transport, erkennen Krebszellen und docken punktgenau an. Dann wird der Käfig mit dem Lichtstrahl geöffnet, und die Wirkstoffmoleküle attackieren die Tumoren.

Mit der Forschung im Bereich „Photodynamische Therapie in der Parodontologie“ beschäftigt sich intensiv die Klinik für Zahnheilkunde in Jena. In der Zukunft könnte der Einsatz der PDT erheblich an Bedeutung gewinnen, wenn auch in der Parodontologie die besorgniserregende Zunahme von resistenten oder multiresistenten Keimen ansteigt. Auf Grund des Wirkungsmechanismus kann es keine Resistenz gegen PDT geben.

Neben der Forschung an einzelnen Kliniken haben Forscher zudem immer mehr die Möglichkeit, sich auch bei spezifischen Fachkongressen auszutauschen. So kommen vom 24. bis 28. Oktober 2016 PDT-Spezialisten in Nancy zur Konferenz „Photodynamic Therapy and Photodiagnosis Update“ zusammen. Neben Vorträgen von Gästen aus der akademischen Forschung zu klinischen PDT-Anwendungen haben auch Unternehmen aus diesem Bereich die Möglichkeit, ihre Innovationen zu präsentieren.