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20.11.2017

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Lieber Michael Douglas

Sie sind seit 2011 ohne neuen Krebsbefund: das freut uns. Wie der Kehlkopfkrebs wohl entstanden sei, wollte jetzt ein britischer Journalist von Ihnen wissen. Ob denn Ihre wilden Jahre den Kehlkopfkrebs ausgelöst hätten: Drogen, R...

Karies, Parodontose, Krebs

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Freie Fahrt für PDT


Der Urologe Dr. med. Jürgen Arnhold, Kronberg, sieht in der modernen Photodynamischen Therapie (PDT)  einen vielversprechenden Behandlungsansatz bei verschiedenen  Krebserkrankungen. Dabei setzt er auf Photosensitizer aus natürlichen Stoffen, z.B. Hyperizin (Johanniskrautextrakt). Zu Beginn der Behandlung werden die lichtsensiblen Substanzen intravenös verabreicht. Im Organismus docken sie ganz besonders an den Krebszellen an.

Nach zwei bis vier Stunden hat der Photosensitizer seine maximale Konzentration in den Tumorzellen erreicht und erzeugt dort eine starke Lichtempfindlichkeit. Wenn gebündeltes, genügend starkes entweder rotes, gelbes oder blaues Laserlicht auf diese Zellen trifft, sterben diese im Sinne eines gezielten Zellabbaus langsam ab, Konkret: Die Aktivierung durch das Laserlicht verschiedener Wellenlänge führt zur Bildung aggressiver Sauerstoffradikalen, welche die Tumorzellen selektiv zerstören.

Neben der Effektivität der Photodynamik liegt ihr besonderer Vorteil in der fehlenden Toxizität. Im Gegensatz zur klassischen Chemotherapie treten kaum Nebenwirkungen auf und das Immunsystem wird nicht belastet, sieht man einmal von einer kurz andauernden Lichtempfindlichkeit der Patienten ab.

Die Anwendung der Photodynamischen Therapie ist unter anderem auch bei Prostata- und Blasen-Krebs im Frühstadium wissenschaftlich erforscht. Somit ist die Photodynamische Lasertherapie (PDT) hervorragend geeignet, gezielt und ohne starke Nebenwirkungen Krebsgewebe je nach Größe und Lage oft in einer Behandlungzu zerstören.

 

Dr. Arnhold nutzt schwerpunktmäßig drei natürliche Photosensitizer:

·           Chlorin E6 (Chlorophyll-Derivat)   - für rotes Laserlicht

·           Hyperizin (Johanniskrautextrakt)  - für gelbes Laserlicht

·           Curcumin (Curcuma-Wirkstoff)     - für blaues Laserlicht

 

Ablauf der PDT bei Prostatkrebs:

1. intravenöse Gabe von natürlichen Photosensitizern. Infusionsdauer 3 Stunden.

2. Einlegen eines Katheters über die Harnröhre zur Laserlichtapplikation.

3. Gabe von Laserlicht verschiedener Wellenlängen (Rot-, Blau-, Gelblichtlaser) jeweils 20 Minuten 

Für die Laserlichttherapie mit Katheter-Applikation ist lediglich eine lokale Betäubung erforderlich. Während der Therapie tritt wegen fehlender Wärmebildung des Niedrigenergielasers mit zylindrischer Abstrahlung keine Hitzeentwicklung auf (500 mWatt).

Für die  photodynamische Therapie wird lediglich Lichtaktivierung benötigt. Eine zusätzliche Gabe von molekularem Sauerstoff unterstützt die Behandlung. Besonders vorteilhaft ist diese schonende Therapie für Patienten 70+ mit chronischen Begleiterkrankungen, die einen nur gering- bis mittelgradig erhöhten PSA Wert haben ( < 15ng/ml) sowie einen niedrigmalignen Krebszelltyp (Gleason 5-7). Idealerweise sollte die Prostata nicht stark vergrößert sein (< 60ml).